Auf der Auto Shanghai präsentierte Mercedes-Benz mit dem Concept A Sedan seine neue Studie der nächsten Generation der A-Klasse. Dabei setzt das Designteam gekonnt die bekannte Formensprache der aktuellen Mercedes Produktpalette um, wie man es schon von anderen Studien kennt. Auch die Tatsache, dass es sich um eine Limousine handelt, oder wie Mercedes es international ausdrückt, Sedan, kennen wir bereits vom CLA, der sehr stark mit der A-Klasse verwandt ist. Die muskulösen Formen, eine markante Front, das sportliche Design sind für Mercedes mittlerweile auch kein Novum. Es wirkt fast als ob Mercedes sich den Schritt über eine Studie hätte sparen können. Diese Studie ist aber alles andere als belanglos. Ganz im Gegenteil… die Studie gibt interessante Einblicke in zukünftige Modelle.

Die folgenden Aussagen sind rein spekulativ, und daher bitten wir darum diese nicht zu ernst zu nehmen.

Zum Einen ist es schon interessant, dass es sich bei der Karosserieform um eine Limousine handelt, während die aktuelle Generation der A-Klasse doch eher als direkte Konkurrenz zum VW Golf entwickelt worden ist. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die A-Klasse, ähnlich wie seine Geschwister der C-, E-, und S-Klasse künftig auf eigene Karosserievarianten, und dass unter Umständen der CLA entsprechend umbenannt wird. Vielleicht erfüllt sich sogar der Traum eines A-Klasse Cabriolets?

Ebenfalls interessant ist die Gestaltung der Front. Diese entspricht zwar dem grundlegenden Familiengesicht, ist aber deutlich näher am SL, oder dem AMG GT angelehnt. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die A-Klasse zumindest ein sportlicheres Design bekommen soll. Inwiefern die Dynamik der A-Klasse folgen wird, bleibt abzuwarten. Auffällig ist auch der Panamericana Grill, der seit dem AMG GT R, bzw. AMG GT C immer öfter zu sehen ist. Das legt die Vermutung nahe, dass zumindest die AMG Modelle künftig den Panamericana Grill bekommen sollen, so wie das beim erst kürzlich präsentieren Facelift AMG Modellen des GLE und GLC ist. Die „zivile“ Version wird vermutlich traditionell „begrillt“ werden.

Auch das Heck gibt uns Hinweise auf die kommenden Modelle. Während die Rückleuchten des aktuellen CLA rundlich sind, und recht verspielt wirken, so soll die kommende A-Klasse wohl seriöser wirken. Aber nicht zu seriös, was uns die coupéhafte Dachlinie mitteilt. Sportlich, und agil soll sie wirken, ruhig etwas verspielt, aber die A-Klasse soll man auch ernst nehmen. Aber auch hier stets im Zeichen des traditionsbewussten Mercedes-Designs.

Im Grossen und Ganzen, gibt die Studie nicht viel preis. Sie ist eine kompakte, sportlich wirkende Limousine. Technologisch beschränkt sie sich auf ein paar durchaus attraktive Spielereien an Scheinwerfern, und Rückleuchten. Im Kontext ist die Studie viel interessanter. Sie vermittelt einem den Eindruck, dass Mercedes der A-Klasse deutlich mehr Aufmerksamkeit widmen wird. Wir vermuten daher dass es mehrere Karosserievarianten geben wird, darunter sehr wahrscheinlich eine Steilheck-Limousine, ähnlich der aktuellen A-Klasse der W 176 Baureihe, eine Kompaktlimousine ähnlich dem CLA, wobei es wahrscheinlich auch einen Nachfolger für den CLA Shooting-Brake eben wird. Möglicherweise werden diese Karosserievarianten unter dem Namen A-Klasse vermarktet werden. Wir hoffen auch auf ein kompaktes A-Klasse Cabriolet.

 

 

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Manuel Senn

Chef-Redaktor
Gründer von Swiss Daimler Addict, im "früheren Leben" Berufsmusiker, nun freischaffender Motor-Journalist, Fotograf und Möchtegern-Youtuber. Verbringt am liebsten seine ganze Zeit mit Automobilen - insbesondere Mercedes - und schraubt für sein leben gern, auch wenn die Wurstfinger desöfteren im Weg stehen. Besonders die alten Schätze sind seine Leidenschaft, aber auch die jungen und frischen Sterne können für Begeisterung sorgen.
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