IMG_20150518_200108Wieder sind einige Tausend Kilometer mehr auf der Uhr. Etwa 22.000 Kilometer um etwas genauer zu sein. Die meisten Kilometer wurden schonend auf der Autobahn abgespult. Natürlich durfte sich der Wagen auch in der Stadt, auf Landstrassen, auf Bergstrassen und im Winter auf Schnee durchschlagen. Es gab bisher keine Situation die für den Wagen auch nur annähernd eine Herausforderung stellte, auch dank der hervorragenden 4matic. Und noch immer läuft der Wagen zuverlässig und komfortabel ohne Ausfälle. Mit Ausnahme von dem, was schon beim letzten Bericht noch nicht defekt war.Der Weg zur Arbeit war bisher für die meisten Kilometer verantwortlich. Die Autobahn stellt für einen Mercedes keine Herausforderung dar. Nicht zuletzt dank dem hervorragenden Tempomaten der auch in diesem Exemplar verbaut ist. Wenn dieser denn funktionieren würde…

Mit etwas Verhandlungsgeschick konnte ich bei dem letzten Kontakt mir dem Verkäufer erreichen, dass dieser mir ein gebrauchtes, laut ihm voll funktionsfähiges Tempomatsteuergerät überlässt. Dieses funktionierte auch tadellos… 500 Kilometer lang. Dann  war wieder alles beim alten. Eine rudimentäre Diagnose meinerseits lässt die Vermutung offen dass nicht der Hebel defekt ist, da der Wagen beim hochdrücken einwandfrei beschleunigt, sondern tatsächlich das Steuergerät arbeitsunwillig ist. Da keines der Angebote auf Online-Auktionsplattformen mir das Gefühl geben mit absoluter Sicherheit voll funktionsfähige Steuergeräte anzubieten, werde ich den Versuch wagen das Steuergerät selber zu reparieren. Eine entsprechende Anleitung kursiert im Internet. Ein Bericht hierzu wird folgen.

 

IMG_20151005_125432893Letzten Oktober war es auch an der Zeit Winterreifen aufzuziehen. Ich liess mir günstige Reifen aufschwatzen eines asiatischen Herstellers, allerdings eines der besseren. Nachdem ein Fachbetrieb mir zwei verschiedene Sommerreifen montiert hatte, und auch noch auf unzulässige Art und Weise ausgewuchtet hatten sodass die Bremsanlage nach und nach die Klebegewichte rausgeschliffen hatte, wollte ich es nun selber machen. Dank der Reifenmontiermaschine im Betrieb kein Problem. Also habe ich mir passende Felgen besorgt, der Herr mit dem Aufschwatzgeschick die Reifen. Die alten Reifen waren sehr schwer zu entfernen. Sie klebten richtig. Aber auch das war nur eine Frage der Beharrlichkeit. Die geringe Anzahl an Gewichten die an den neuen Reifen anzubringen waren sprach aber für die Qualität der asiatischen Reifen. Der Komfort der Reifen sang aber ein anderes Lied. Man konnte das Profil schon fast spüren. Ich hatte jedenfalls schon bedeutend bessere Reifen. Bis zum nächsten Reifenwechsel reicht es… so lange sollte das aber nicht dauern.

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Profilbild an der Vorderachse nach ca. 5000 Kilometern. Deutlicher Verschleiss auf der Aussenseite.

Obwohl die Achsgeometrie in den letzten zwei Jahren bereits vier mal eingestellt worden ist, bot sich mir nach etwa 5000 Kilometern folgendes Bild (Siehe links). Ich hatte schon öfter gehört, dass die 4matic-124er gerne Reifen fressen. Doch der Appetit scheint mir etwas zu gross geraten. Momentan habe ich die Vermutung dass das Schlechtwegefahrwerk, dass ab Werk eingebaut war bei der Einstellung bisher nicht berücksichtigt wurde. Demnächst darf die nächstgelegene Mercedes-Benz vertretung zeigen ob sie es besser können.

Nachdem der Redaktions-Benz in letzter Zeit vermehrt den Umwelteinflüssen ausgesetzt war, treten weitere Mängel zum Vorschein die eines gemeinsam haben : Rost!

Kondenzwasser im linken Scheinwerfer. Dichtung muss erneuert werden.

Kondenswasser im linken Scheinwerfer. Dichtung muss erneuert werden.

Trotz der Versicherung des Verkäufers, jeglicher Rost sei zwar nicht sehr schön ausgebessert worden, dafür aber sicher Rostfrei für die nächsten Jahre blüht der Rost unaufhaltsam. Auch der linke Scheinwerfer zieht mittlerweile Kondenswasser. Nach all dem was war, war es nicht anders zu erwarten. Die Grundsubstanz ist allerdings unverändert sehr gut. Demnächst wird wohl oder übel eine Karosseriewerkstatt nachbessern müssen bevor es zu spät ist. Den Wischerarm werde ich aber selber wieder in Ordnung bringen. Etwas Schleifpapier, Grundierung und schwarzer Lack aus dem Baumarkt sollte mit etwas Geschick vorerst gute Ergebnisse bringen.

Jedenfalls2016-03-21 10.36.29 sei dem Redaktions-Benz zu aller erst eine von Salz befreiende Unterbodenwäsche in der Waschstrasse gegönnt. Den Rest des Jahres wird er liebevolle Handwäschen geniessen dürfen.

Im nächsten Teil werden wir Nägel mit Köpfen machen, und die lang ersehnten Reparaturen und Nachbesserungen nach und nach anpacken.

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Manuel Senn

Chef-Redaktor
Gründer von Swiss Daimler Addict, im "früheren Leben" Berufsmusiker, nun freischaffender Motor-Journalist, Fotograf und Möchtegern-Youtuber. Verbringt am liebsten seine ganze Zeit mit Automobilen - insbesondere Mercedes - und schraubt für sein leben gern, auch wenn die Wurstfinger desöfteren im Weg stehen. Besonders die alten Schätze sind seine Leidenschaft, aber auch die jungen und frischen Sterne können für Begeisterung sorgen.
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